Arbeitswelt - 20.04.2026
Teilzeit als Lifestyle?
In seinem jüngsten Beitrag in der Rubrik Klarsicht Wirtschaft geht der Chefökonom des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, Dr. oec. Patrick Chuard-Keller, der auch Mitglied im Wissenschaftlichen Think Tank von focus50plus ist, auf die folgenden Punkte ein:
- Die Zahlen zeigen es: «Lifestyle-Teilzeit» ist kein exklusives Jugendphänomen. Während sie bei jungen Schweizer Akademikern punktuell auftaucht, ist sie ab 50 weit verbreitet.
- Das ungenutzte Potenzial entspricht rund 86'000 Vollzeitstellen und jährlich ca. 8 Milliarden Franken Lohnvolumen.
- Öffentlichen Haushalten und Sozialversicherungen entgehen dadurch schätzungsweise 2 bis 3 Milliarden Franken an Steuern und obligatorischen Beiträgen. Die entgangenen Arbeitsstunden dürften nicht zuletzt auch durch Zuwanderung kompensiert werden.
Fazit: Die Schweiz leistet sich einen stillen Luxus. Gut qualifizierte Arbeitskräfte bleiben bewusst unter ihrem möglichen Pensum. Das betrifft keine wenigen Einzelfälle, sondern eine relevante Grössenordnung. Entsprechend sind auch die Folgen spürbar für die wirtschaftliche Leistung, für die Sozialwerke, für die öffentlichen Finanzen und nicht zuletzt für die Zuwanderung.
Erfahren Sie mehr im Beitrag von Patrick Chuard-Keller
Im Eco Talk vom 11. Mai mit Andi Lüscher, SRF diskutiert Patrick Chuard-Keller, SAV mit Edith Siegenthaler, Leiterin Sozialpolitik und Geschäftsleiterin Travail Suisse: "Lifestyle-Teilzeit": Ist die Kritik daran berechtigt?
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Zudem debattiert Patrick Chuard-Keller mit Daniel Kopp, Zentralsekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbund in der durch Sandra Schiess moderierten Diskussionssendung "Forum" über das Thema "Mehr Leben, weniger Arbeit: Teilzeit ab 50 spaltet".
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