Arbeitsmarkt - 15.07.2026

AXA KMU Arbeitsmarktstudie 2026

Die AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2026 erscheint in einer Zeit der Umbrüche. Handelspolitische Verwerfungen, rasante Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz (KI), ein angespannter Arbeitsmarkt und veränderte Erwartungen an Führung und Gesundheit am Arbeitsplatz – die Herausforderungen sind vielfältig.

Die AXA-KMU-Arbeitsmarktstudie 2026 zeigt ein widersprüchliches Bild: Trotz handelspolitischer Unsicherheit, steigender Kosten und anhaltendem Fachkräftemangel blicken Schweizer KMU erstaunlich zuversichtlich in die Zukunft. 86 Prozent gehen davon aus, dass ihr Unternehmen auch in zehn Jahren noch existieren wird.

Als grösste wirtschaftliche Belastung nennen die Betriebe mit 65 Prozent klar die steigenden Kosten – noch vor Konkurrenzdruck und schwindender Kundenloyalität. Bemerkenswert ist zudem ein deutlicher Vertrauensverlust gegenüber den USA: Nur noch 31 Prozent halten sie für innovationsstark, während die Schweiz (63 %) und China (45 %) klar besser abschneiden.

Der Fachkräftemangel bleibt eine zentrale Herausforderung, verschärft sich aber vor allem in der Produktion, wo der Anteil betroffener Betriebe seit 2022 von 45 auf 65 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig gewinnt die Berufslehre an Bedeutung: 63 Prozent der KMU empfehlen Schulabgängerinnen und -abgängern eine Lehre statt eines Studiums, ein Drittel plant, künftig weniger Akademikerinnen und Akademiker einzustellen.

Die Studie wurde vom Forschungsinstitut Sotomo unter der Leitung von Michael Hermann im Auftrag der AXA durchgeführt und basiert auf einer Befragung von 336 Schweizer KMU im März 2026.

Das Projektteam der Studie: Lisa Frisch, Severin Meier, Simon Stückelberger

Ansprechpartner:in für diese Studie

Michael Hermann

Unternehmensinhaber sotomo

Michael Hermann ist anerkannter Fachexperte und Autor wissenschaftlicher Studien im Themenspektrum focus50plus.

Teilen